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Es war einmal ein Zimmer. In dem lebte ein Mann mit seiner Familie, seiner Frau und seinen zwei Kindern.
Sie lebten nun schon ziemlich lange in diesem Raum und trauten sich nicht hinaus. Das Zimmer hatte ein
Fenster, aus dem die Frau mit ihren beiden Kindern oft hinaus sah, und eine Tür. Andere Kinder spielten vor
dem Haus mit dem einen Fenster. Oft winkten sie der Frau mit ihren beiden Kindern zu und forderten sie
durch Gesten auf, mit ihnen draußen zu spielen. Doch jedes Mal, wenn die Frau mit ihren beiden Kindern
das Haus durch die einzige Tür verlassen wollte, hielt sie der Mann davon ab, weil es er Angst vor dem hatte, was da draußen auf sie wartete, obwohl die anderen Menschen durch des Fenster glücklich zu sein schienen, und weil es ihm auch egal war, was dort draußen vor sich ging. Er war in seinem Raum mit dem einen Fenster und der einen Tür glücklich und zufrieden. Eines Tages klopfte es an der Tür. Der Familie
schreckte hoch und verstand nicht, was das Klopfen zu bedeuten hatte. Da klopfte es ein weiteres Mal.
Zögerlich fragte der Mann, seine Frau und die beiden Kinder zurück haltend: „Wer ist da? Was wollen Sie?“
Doch er erhielt keine Antwort. Als er ebenfalls auf ein drittes Klopfen keine Anstalten machte, zur Tür zu
gehen, verstummte das Klopfen. „Hätten wir nicht die Tür öffnen sollen?“, wurde der Mann von seiner Frau
und den beiden Kindern gefragt. „Nein!“, bekamen sie als einzige Antwort. Die Familie lebte weiter vor sich
hin und die Tage verstrichen, als das Klopfen an der Tür erneut erschien und die Familie wieder erschreckte.
„Was wollen Sie von uns? Lassen Sie uns in Ruhe!“, entgegnete der Mann dem Klopfen und stellte sich
schützend vor seine Familie. „Lass uns doch einmal nachsehen, wer da an der Tür ist. Vielleicht will er uns
doch nur helfen!?“, sah die Frau ihren Mann hoffnungsvoll an. „Hilfe? Wir brauchen doch keine Hilfe? Wer
könnte uns helfen?“ Wieder einige Tage später war wieder ein Klopfen von der Tür zu hören. Diesmal lauter
und eindringlicher als zuvor. „Lassen Sie uns in Ruhe.“ Der Mann trieb seine Familie in eine Ecke des
Raumes, um sie so weit wie möglich von der Tür zu entfernen. Jahre vergingen und das Klopfen erschien
nicht wieder. Die Familie lebte ihr Leben wie gewohnt weiter, ohne sich noch einmal des Klopfens zu
entsinnen. Doch im Innere wusste die Frau immer, dass dort an der Tür etwas gewesen war, das sie sich
ansehen musste, und sie blickte oft hoffnungsvoll zur Tür in der Erwartung eines Klopfens. Doch aus Angst
vor ihrem Mann traute sie sich nicht, zur Tür zu gehen oder ihn nach dem Klopfen zu fragen. Aber mit der
Zeit vergaß auch sie das Klopfen, obwohl in ihrem Inneren die Sehnsucht niemals verebbte und gar noch
größer wurde, sie merkte es jedoch nicht mehr.
Eines Tages war ein hämmerndes und beinahe verzweifeltes Hämmern von der Tür zu hören, das gar nicht
mehr aufzuhören schien. Da keimte die Hoffnung neu in der Frau und ihren beiden Kindern auf. Sie trauten
sich jedoch nicht, etwas zu sagen, weil sie den vor Zorn hochroten Kopf des Mannes sahen, während er der
Tür entgegen schrie: „Verschwinden Sie!“ Das war das letzte Mal, dass das Klopfen zu hören war. Als die
Frau aus dem Fenster blickte, sah sie einen Vater mit seinem Sohn und einer Fackel in der Hand zu den
anderen Menschen dort draußen gehen. Sie sah die Menschen lachen, sie sah sie glücklich. Mit Tränen in
den Augen blickte sie ihrem Mann in die Augen. Danach schloss sie ihre Lider und öffnete sie nicht wieder.
Eine einzelne Träne kullerte ihr über die Wange und fiel mit einem leisen Klirren auf den Boden. Daraufhin
schlossen auch die beiden Kinder ihre Augen und öffneten sie ebenfalls nicht mehr. In diesem Moment
verdunkelten dunkle Wolken den Himmel. Der Vater mit dem Kind außerhalb des Hauses lächelte den
Menschen zu, hielt die Fackel höher, sodass sie jeder sehen konnte und führte die Menschen hinaus in den
noch verbliebenen Sonnenschein. Der Mann blickte aus dem Fenster und erkannte in der Menschenmenge
seine Frau und die beiden Kinder. Über der Dunkelheit und dem einzelnen Haus brach ein grausamer Sturm
herein. Angsterfüllt blickte sich Mann um, bis auch das letzte Licht erloschen war. Er war alleine.
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