|
Raster. Schablone. Der Maßstab des Lebens liegt auf jeglicher Kreatur. So denkt er. Ein junger Mann, anfang zwanzig. Das Leben letzten Endes noch vor sich und in seiner Situation denkt er, wie so manche Kreatur anfang zwanzig. Nachdenkend über das Raster, fragt er sich, wer dieses Joch auf ihn geladen hat. War er es selbst, oder die Kreaturen, Tiere einer längst zivilisierten Gesellschaft? Nun ja, lässt Mensch zivilsiert weg, so bleiben nur noch die Tiere einer Gesellschaft. Rastergleich, in ihren Stellungen im Beruf und Alltag, jagen sie mit ihren Aktentaschen durch den Urwald aus Beton und Stahl. Aus Beton und Stahl ist er erbaut, der Urwald. Vergleichbar mit Brasilien, Afrika oder Australien? Jeder frage sich selbst, so denkt er. Aber es scheint, dass kein Unterschied im Überlebenskampf in dem, von Blätter und Gestüppt durchsiebten, unterträglich Hitze ausgesetzten, Urwald und unseren klimatiesierten Büroräumen existiert. Rasterfahnung. So liegt auch das Raster auf ihm. gesellschaftstreu bleibt er ruhig und geht seines Weges, bis er an eine Mauer, aus Beton und stahl erbaut, sich stößt, aus dem Raster fällt und nun selbst überlegt: Ist das was ich bin, das was ich tu ? Rasterfahndung des Lebens.
|